Beim Aufhängen der Nisthilfen sind die kleinen Schülerinnen und Schüler konzentriert und mit großem Eifer dabei. Michael Aschmann, verantwortlich für Jugendprojekte der Jägerschaft, nagelt geduldig mit den Kindern Benjamin, Milena, Arua, Trang, Monib, Tayfun, Emilia, Ella, Jusuf, Riaan, Alisa, Clara und Juksela einen Kasten nach dem anderen auf dem weitläufigen Gelände an.
Die Kinder prüfen nach dem Aufhängen, ob auch keine Schraube im Inneren vergessen wurde und die Haken richtig sitzen, damit nicht Waschbären oder Eichhörnchen hineingreifen können. „Die Nistkästen sollten möglichst nach Osten zeigen, mindestens zehn Meter voneinander entfernt hängen und die Öffnung muss vor Wind und Regen geschützt sein“, erklärt der Fachmann die Auswahl der Bäume.
„Da die Vögel die alten Nester nicht selbst entfernen können und um Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, sollten die Kästen jedes Jahr ab Oktober gereinigt werden,“ erläutert Aschmann. „Wir wollen dann mit den Kindern wiederkommen und die Materialien der Nester anschauen. Neben Rinde, Moos und kleinen Zweigen finden sich auch Tierhaare oder sogar Plastikstreifen in den Nestern. „Aber zuerst müssen die Vögel einziehen“, lacht Aschmann und hat einen Tipp für Hobbyornithologen parat: Mit der NABU Vogelwelt-App können heimische Vögel einfach und unkompliziert bestimmt werden.